Übermittagsversorgung am Leibniz-Gymnasium – Bürgerengagement gefragt


Gute Ernährung und regelmäßige Mahlzeiten sind für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit unserer Kinder eine wichtige Voraussetzung.

Das gilt umso mehr, seit die Schulzeit am Gymnasium von neun auf acht Jahre reduziert wurde, der Lehrplan dichter und die Stundenpläne länger wurden. Für viele Schüler sind 8 bis 10 Unterrichtsstunden an drei bis vier Tagen pro Woche heute ganz normal.

Das Leibniz-Gymnasium in Altenessen, 1905 als „Realgymnasium für Knaben“ gegründet, hat sich in den Jahren seines Bestehens vielfach gewandelt. Die ca. 1100 Schüler sind heute so vielfältig wie das Ruhrgebiet und spiegeln die Situation im Stadtteil wider, der längst nicht mehr nur durch Arbeitersiedlungen gekennzeichnet ist, sondern vor allem durch ein multikulturelles Miteinander und viele Familien, in denen beide Elternteile arbeiten.

Im Jahr 2007 zog die Erprobungsstufe mit den zehn Klassen des fünften und sechsten Schuljahres in die Zweigstelle an der Mallinckrodtstraße. Dort wurde aus Mitteln des Landes eine Cafeteria gebaut, in der eine Eltern-Initiative in einer ansprechenden Atmosphäre für eine ausgewogene und leckere Übermittag-Verpflegung sorgt.

Anders sieht es am Hauptgebäude der Schule aus. Obwohl die Schüler der Mittelstufe noch häufiger Unterricht bis in den Nachmittag hinein haben, bemühten sich Schule, Eltern und Lehrer bislang vergeblich, dort Räumlichkeiten zu schaffen, in denen ebenfalls ein (idealerweise warmes) Mittagessen in einer angemessenen Umgebung angeboten werden kann.

Nun gibt es, seit der doppelte Abiturjahrgang in diesem Sommer die Schule verlassen hat, endlich ausreichend Räumlichkeiten, die zu einer Mensa umgebaut werden könnten – und darüber hinaus sind eine professionelle Küche und eine vollständige Mensa-Ausstattung verfügbar, die nach dem Schließen einer Schule im Nachbarstadtteil nicht mehr gebraucht werden. „Nur“ der Transport der Küche und die notwendigen Umbaumaßnahmen sind noch zu bewältigen. Weil Räume, in denen Lebensmittel zubereitet und verzehrt werden, besonderen baulichen Vorschriften unterliegen, ist dies jedoch kein kleines Projekt: Die Immobilienwirtschaft der Stadt Essen beziffert die Kosten auf insgesamt 140.000 Euro. Dabei entstehen die größten Kostenblöcke durch Brandschutzmaßnahmen und den notwendigen Austausch von Boden und Decke.

Die Stadt Essen stellt hierfür keine Mittel bereit und verweist darauf, dass es eine Landesvorschrift gibt, die besagt, dass eine derartige Unterstützung nicht gewährt werden kann, weil an einem Standort der Schule (der Zweigstelle) bereits eine Verpflegungsmöglichkeit vorhanden ist.

Wir, die Eltern und Freunde des Leibniz-Gymnasiums, wollen dieser Entscheidung nicht tatenlos gegenüberstehen und stattdessen versuchen, diesen Zustand in absehbarer Zeit eigeninitiativ zu ändern. 20.000 Euro sind bereits durch Eigenmittel des Fördervereins und sonstige Spenden aufgebracht – 120.000 Euro fehlen noch, bis der notwendige Umbau in Angriff genommen werden kann.

Im nächsten Jahr wollen wir durch Sponsorenläufe und viele Aktionen an unserer Schule auf die unzureichende Übermittag-Verpflegung am Hauptgebäude des Leibniz-Gymnasiums aufmerksam machen und Spenden sammeln. Helfen Sie uns, den Umbau an unserer Schule in die Wege zu leiten und zeigen Sie, dass Bürgerengagement etwas bewegen kann!